3 Engel für Stefan – 1 Woche Tenniscamp in Torrox

/ 2026

02.05.2026

Montag, 20.04., 06:25 Uhr. Während andere sich noch einmal im Bett umdrehen, sitzen wir – Stefan Rosenberger, Solveig Lüttke, Tina Bick und Mona Opderbeck – bereits geschniegelt und gestriegelt im Flieger Richtung Süden – mit Tennisschläger im Gepäck und großen Erwartungen im Kopf. Ziel: Torrox, die Sonnenküste Andalusiens. Sonne? Check. Gute Laune? Doppel-Check.

Kaum angekommen, ging es ohne Umwege mitten hinein ins spanische Leben: der große Markt in Torrox. Zwischen bunten Ständen mit Kleidung, frischem Obst, Gemüse, Keramik und Lederwaren wurde geschlendert, geschaut und natürlich auch das ein oder andere entdeckt. Der perfekte Start, bevor es am Nachmittag direkt ernst wurde – erste Trainingseinheit. Willkommen im Camp!

Die folgenden Tage hatten es sportlich in sich. Vom 21. bis 23. sowie vom 25. bis 26. April standen täglich mehrere Stunden Tennis auf dem Programm – vormittags wie nachmittags. Insgesamt bis zu sechs Stunden Training am Tag. Unsere Mission: Vorhand und Rückhand stabilisieren, Bewegungsmuster verinnerlichen (Cross Step, Side Step – klingt einfach, ist es aber nicht immer), Volley verbessern und am Aufschlag feilen. Kurz gesagt: schwitzen, kämpfen, lernen – und dabei erstaunlich oft lachen.

Am 21. April wagten wir uns nachmittags an eine neue Herausforderung: Padel. Eine Mischung aus Tennis und Squash, gespielt im Käfig – und mindestens genauso lustig, wie es klingt. Die ersten Ballwechsel waren… sagen wir mal „kreativ“, aber der Spaßfaktor war riesig.

Einen Tag später hieß es nach dem Training: ab an den Strand! Müde Muskeln wurden in der Sonne geparkt, zwischendurch ins Meer gesprungen (kurz wach, dann wieder müde) und eine Runde Pétanque durfte natürlich auch nicht fehlen. Von allem ein bisschen – genau die richtige Mischung.

Der Freitag (24.04.) war trainingsfrei – und das kam unseren Beinen sehr gelegen. Statt Vorhand und Rückhand gab es Kultur und Landschaft: ein Ausflug zu den beeindruckenden Dolmen von Antequera. Diese uralten Megalithanlagen – mehrere tausend Jahre alt – liegen in einer faszinierenden Landschaft und sind perfekt auf den sogenannten „schlafenden Riesen“, eine markante Felsformation, ausgerichtet. Ein Ort, der gleichzeitig ruhig, mystisch und irgendwie ehrfürchtig wirkt.

Weiter ging es nach Ronda – und spätestens hier waren sich alle einig: Andalusien kann nicht nur Sonne und Tennis, sondern auch spektakulär. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau und wird von einer tiefen Schlucht geteilt, über die sich die berühmte Brücke spannt. Der Blick hinunter ist… sagen wir: nichts für schwache Nerven. Dafür umso schöner für alle anderen. Kleine Gassen, weiße Häuser, atemberaubende Ausblicke – ein perfekter Tapetenwechsel zum Trainingsalltag.

Apropos Tapetenwechsel: Kulinarisch haben wir uns ebenfalls nicht lumpen lassen. Die Stimmung war durchgehend großartig – viel Gelächter, gute Gespräche und vor allem jeden Tag leckeres, traditionelles spanisches Essen. Unser persönliches Highlight: El Jardín de Tete y Cris. Ein Restaurant wie ein kleiner Garten Eden, in dem wir uns durch die andalusische Küche probiert haben. Besonders die Tapas hatten es uns angetan – klein, vielfältig und gefährlich lecker.

Am Samstagabend wurde dann die Strandpromenade unsicher gemacht. Mit kühlen Getränken in der Hand, Musik im Ohr und einem entspannten Blick auf das bunte Treiben ließen wir den Tag ausklingen. Menschen flanierten, Spendenläufer wurden angefeuert und irgendwo fand sich immer eine Bar, die genau im richtigen Moment genau das richtige Getränk servierte.

Und dann, schneller als gedacht, war sie da: die Heimreise. Am Montag um 10:55 Uhr hoben wir wieder Richtung Berlin ab – mit leicht müden Körpern, aber umso volleren Köpfen. Voll mit Eindrücken, Erlebnissen und einer ordentlichen Portion Stolz auf das, was wir sportlich geschafft haben.

Was für eine Woche. Intensiv, sonnig, anstrengend, lustig – und vor allem unvergesslich.

(Mona Opderbeck)

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